Dompfarrkirche St. Ulrich
Östlich neben dem Dom erhebt sich die Dompfarrkirche St. Ulrich, heute Statiokirche und Diözesanmuseum. Der äußerlich schlichte Bau zeigt deutlich die Übergänge von der Romanik zur Gotik (um 1220/40). Die Maßwerkrose an der Westfront erinnert an Laon. Das Innere trägt als zweigeschossiger Zentralbau mit reicher Bemalung von 1571 deutliche Merkmale der Pfalzkirchen und legt funktionale Verbindungen zu dem weiter östlich anschließenden Herzogshof nahe.
Unser Rundgang überquert nun den Domplatz und lässt Herzogshof und Römerturm links liegen, um in die Salzburger Gasse zu führen. Sie ist benannt nach dem ehemaligen Salzburger Hof, einer Pfalz der Salzburger Metropolitanbischöfe, an deren Stelle sich heute das gründerzeitliche Postgebäude erhebt.
Folgen wir der Unterführung durch das Postgebäude, so gelangen wir zum Romanischen Haus (Rückgebäude zu Kapellengasse 2), einem der ältesten vollständig erhaltenen Profangebäude in Regensburg. Das in der Mitte des 12. Jahrhunderts erbaute Romanische Haus ist heute Bestandteil eines zur Alten Kapelle gehörigen Domherrenhofes. Das turmartige Giebelhaus zeigt in seiner Westfassade Biforien und Triforien sowie einen Kellereingangsbogen. Selbst in der an mittelalterlichen Profanbauten reichen Stadt Regensburg gehört dieses Haus zu den Inkunabeln des Wohnbaues und der Architekturgeschichte.
Wir überqueren das Frauenbergl und erkennen linker Hand die Reste der ehemaligen Dorotheenkapelle (Frauenbergl 4), einer zur westlich benachbarten Domherrenkurie St. Dorothea gehörigen Hauskapelle aus dem 14. Jahrhundert. Südlich der Kapelle schließt die ehemalige Domdechantei, seit 1821 Dompropstei, an. Sie erhebt sich über der 976 erwähnten Pfalz des Grafen Berthold.





