Haus Heuport
Der Adlerbrunnen geht auf 1551 zurück und wurde 1566 mit einer steinernen Ausstattung versehen. Auf der Mittelsäule erhebt sich über der goldenen Kugel als Symbol des Reiches (Reichsapfel) der kaiserliche Adler. Mit der Kaiserallegorie nimmt der Adlerbrunnen auf den Aufenthalt des Kaisers Maximilian II. in Regensburg im Jahr 1566 Bezug, als dieser nach der Bestätigung des Religionsfriedens auf dem Reichstag zu Augsburg schließlich in Regensburg das Schiff bestieg.
Rund um den Brunnen wurden traditionell die Kraut- und Kleingemüse verkauft, die dem Platz den Namen gaben. Noch heute werden dort die bekannten Rettiche als Regensburger Spezialität angeboten.
Der Südteil des Krauterermarktes wird beherrscht von dem Doppelgebäude des Kaiserhofes und des Hauses Heuport. Das Haus Heuport enthält als einstmalige Patrizierburg einen schönen Festsaal im 1. Obergeschoß. An der barocken Treppe im Innenhof eine beachtenswerte Figurentruppe aus dem 14. Jahrhundert: Die törichte Jungfrau erliegt dem Versucher, dem Fürst der Welt. Rückwärtig an den Innenhof schließen sich die Nebengebäude von 1681 und 1705 an, jeweils mit qualitätvoller barocker Innenausstattung.
Den südlichen Abschluß des westlichen Domplatzes bildet die sogenannte Residenz des Kurerzkanzlers Carl Theodor von Dalberg von 1803-1810. 1800 wurde das Gebäude von Joseph Sorg unter einer frühklassizistischen Fassade zusammengefasst. 1809 schlug hier Napoleon nach der Eroberung der Stadt sein Hauptquartier auf.





